Während der Logopädieausbildung an der Schule für Logopädie im Kieler Schloss geht es vornehmlich darum, Methoden zu erlernen, die es den angehenden TherapeutInnen ermöglichen, PatientInnen mit Störungen in den Bereichen der Sprache, des Sprechens und der Stimme zu behandeln. Das Spektrum logopädischer Arbeit umfasst dabei u.a. Diagnostik, Therapie und Beratung und diese Leistungen werden mit den Krankenkassen abgerechnet, was in den sogenannten Heilmittelrichtlinien geregelt wird. Für selbständig tätige LogopädInnen in eigener freier Praxis ist es aber auch sinnvoll, sich neben diesen Kassenleistungen auch weitere Standbeine aufzubauen, indem neue, kassenunabhängige Betätigungs-/Geschäftsfelder erschlossen werden. Deshalb bieten LogopädInnen u.a. häufig auch Stimmbildungs- /Sprecherziehungs-und Rhetorikkurse an, in denen die Ausdruckskraft des eigenen Sprechens und der effektive Einsatz der stimmlichen Möglichkeiten verbessert werden soll. In Zeiten, in denen es v.a. in beruflichen Kontexten verstärkt um die Optimierung der Persönlichkeit und sich nur der behaupten kann, der sich gut (stimmlich) präsentiert, sind solche Seminare stark nachgefragt.

In der Sendung „Schönsprech-Die Inflation der angehmen Stimmen“ von Christoph Spittler in der Reihe „Freistil“ des Deutschlandfunk geht es am Sonntag, den 12. August um 20.05 Uhr um zentrale Fragen rund um unsere Stimme: „Was bewirkt die schöne Stimme beim Hören? Welche Rolle spielen Stimmklang und rhetorische Fähigkeiten für andere Kulturen, für die Karriere, die Attraktivität?“ (Programmheft HörSpielFeature, Juli bis September 2012, S. 51).

Nicht nur für LogopädInnen eine Sendung mit interessanten Facetten des Themas, sondern sicherlich auch für alle Hörbuchfans, LiebhaberInnen guter Synchronstimmen und einfach allen, die sich die Ohren gerne mit angehmen Stimmen verwöhnen lassen.

Veröffentlicht von Norbert Frantzen

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