…ich bin ganz Ohr…

Obwohl (oder besser, weil!?) wir in einer Welt leben, in der Bilder eine vorherrschende Bedeutung haben, nutzen viele Menschen Medien, bei denen der Höreindruck im Vordergrund steht. Gerade bei langen Autofahrten stellen Hörspiele, Hörbücher, Podcasts, Radiofeatures o.ä. eine willkommene Abwechslung/Unterhaltung,/Informationsquelle dar.

Um zu erfahren, wie faszinierend gut gemachte Hörstücke sein können, muss man aber nicht viel Auto fahren und geduldig stundenlangen Lesungen lauschen.

Denn es gibt die kurze Hörpause für zwischendurch, sozusagen die „5-Minuten-Terrine für´s Ohr“:

Bei Deutschlandfunk Kultur werden seit 2004 sogenannte „Wurfsendungen“ produziert. Nach eigenen Angaben des Senders ist „die Wurfsendung (…) das kürzeste Hörspielformat der Welt. Sie wirbt für abwegige Gedanken, neue Wahrnehmungen und intelligenten Humor.“ Inzwischen sind über 3000 dieser Minihörspiele (max. 45 Sekunden) entstanden und in über 300 Serien zusammengefasst worden.

Aus eigener Anschauung (oder besser Anhörung) kann bestätigt werden, dass es sich oft um wunderbare Einfälle handelt, die häufig schmunzeln lassen, aber – zugegeben – gibt es auch immer wieder Folgen, die die Hörer*innen irritiert zurücklassen.

Aus logopädischer Sicht besonders interessant und unterhaltsam ist die Serie „Sprechtraining“. Hier kann man der Sprechtrainerin Brigitte Abraham lauschen, die in elf Episoden mit der Autorin Ruth Johanna Benrath Übungen durchführt, die in dieser isolierten, verdichteten Form etwas skurril wirken. Ausdrücklich heißt es : „Das Übungsrepertoire eignet sich auch zum Nachmachen, als Selbststudium zu Hause, im Auto, beim Radio hören.“ (Also nichts wie los!)

Aber natürlich gibt es auch viele andere Wurfsendungen zu entdecken!!

Viel Spaß beim Reinhören und Entdecken.

Veröffentlicht von Norbert Frantzen

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. schmidt Beantworten

    ach ja!!!
    die haben wir immer bei der arbeit gehört und uns gegenseitig als sammlung zu weihnachten geschenkt-aber ich hänge an den „alten“klassikern und konnte nicht auf dem laufenden bleiben , weil man dlf kultur hier nicht gut empfängt.herrlich waren die mit dem zwerg im kühlschrank oder „männer um die 40″und natürlich nano und mü-mit inselgrüßen-schmidt

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