Hurra, er ist endlich da!

Nach langer Zeit in einem dunklen Behälter (wir berichteten) erblickte er am Freitag, den 13. Juni 2014 nun endlich das Licht der Welt: Zar Peter III. oder richtiger, das Bronze-Denkmal des Künstlers Alexander Tatratynov, das an das Leben und Wirken des in Kiel geborenen Zaren erinnern soll. Die Kieler Nachrichten betitelten ihren Artikel über das Ereignis mit den Worten: „Zar Peter sorgt für Verständigung“ (KN vom Sonnabend, de, 14.06.2014, S.27). Damit ist eigentlich seine Rolle als deutsch-russischer Friedensstifter gemeint, aber es passt auch hervorragend zu dem Standort, denn das Standbild steht auf dem Hof des Kieler Schlosses, in dem sich die Logopädieschule Kiel befindet. Und wer, wenn nicht die Logopädie hat etwas mit Verständigung (bzw. ihren Störungen) zu tun.

Nicht einmal eine Woche nach seiner Befreiung aus der Kiste, wurde die Figur jetzt wieder eingezäunt. Durch die Maschen, die ihn schützen sollen, sieht er dem Treiben während der Kieler Woche zu.

Bleibt zu hoffen, dass die noch frische Bronzefigur diese Feierlichkeiten in diesem und auch in den Folgejahren gut übersteht, trotz des Enthüllungsdatums (Freitag, der dreizehnte) und im Gegensatz zu seinem historischen Vorbild: Der wurde mit 34 Jahren ermordet.

Veröffentlicht von Norbert Frantzen

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.