Heiße Phasen

So mancher Sommer im „hohen Norden“ mag ja in den letzten Jahren eher dürftig ausgefallen sein, aber in diesem Jahr können wir uns wirklich nicht beschweren. Na ja, das heißt eher anders beschweren. Das Kieler Schloss als bekanntlich älteres Gebäude neigt dazu, den im Sommer auftretenden Sonnenschein einzufangen und im Inneren zu speichern. Somit ist die erste Handlung derjenigen, die morgens zuerst in der Schule eintreffen, das Öffnen verschiedener Fenster, um ein wenig Luftzirkulation zu ermöglichen. In dieser Zeit finden sich laufende Ventilatoren in den Büros, Fächer auf und Eimer mit kaltem Wasser unter den Schreibtischen. Kühles Wasser wird zum Trinken dem Tee vorgezogen und in der Pause geht man raus und holt sich ein Eis. Das Arbeiten macht trotzdem oder gerade deswegen Spaß. Es ist ruhig an der Schule, sehr ruhig. Alle Schüler sind im Praktikum, haben Ferien, erholen sich oder bereiten sich auf das Staatsexamen vor. Dann und wann trifft eine Mail ein mit einer fachlichen Verständnisfrage. Liegengebliebenes aus dem letzten Semester kann aufgearbeitet werden. Und natürlich machen auch die Kollegen in dieser Zeit Urlaub. Das ist auch wichtig, denn die nächste heiße Phase ist schon in Sichtweite: das Staatsexamen. Die Räume der Schule schwirren vor Spannung und Konzentration, die Räume heizen sich auf und wieder werden die Fenster geöffnet, um für ausreichende Sauerstoffzufuhr zu sorgen. Es wird gedacht, geredet, gerätselt und gelöst.
Wir wünschen Kurs XI viel Spaß und Erfolg beim Lernen!

Denise Stammer

Veröffentlicht von Beatrice Rathey-Pötzke

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.