Gedanken über die relative Relevanz der Logopädie

Wie bereits mehrfach berichtet, ist der Blick aus den Fenstern der Logopädieschule Kiel immer wieder anregend und besonders (vgl. „ein Horizont, der uns zum Träumen bringt“) . Dabei kann man hin und wieder auch eine Überraschung erleben: So wurde vor einigen Tagen ein in Reparatur befindliches U-Boot von der gegenüberliegenden Werft in die Förde gezogen, um Tests durchzuführen. Bizarr sahen im Winternebel die schemenhaften Gestalten aus, die auf dem Unterseeboot entlanggingen.

Abgesehen von dem kurzweiligen Vergnügen der Beobachtung dieses Ereignisses (was auch immer wieder eine willkomene kleine Auszeit von der eigentlichen Tätigkeit ermöglicht, um dann mit neuer Frische weiter machen zu können), stellte sich in dem konkreten Fall auch schnell noch ein anderer Effekt ein: Denn es handelte sich offensichtlich um ein U-boot, das zu militärischen Zwecken genutzt wird und erinnerte so an die vielen kriegerischen Auseinandersetzungen in der Welt und das damit verbundene Leid der Menschen, die darin verwickelt und davon betroffen sind. Damit einher ging ein Gefühl von Dankbarkeit, in einem Land leben zu können, dass nicht unmittelbar in Kriege verwickelt ist. Und diese Überlegungen führten dazu, sich noch einmal bewusst zu werden, was wirklich wichtig ist im Leben. Denn allzu häufig geht im persönlichen kleinen Kosmos der Alltagstätigkeiten und – sorgen unter, dass Frieden und Freiheit so wertvoll sind (und leider nicht für alle Menschen so selbstverständlich wie für uns).

Veröffentlicht von Norbert Frantzen

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