(Equal) Pay day

Es mag Unterschiede darin geben, wie Menschen den Wert des Geldes einschätzen. Für mich hat als junge Frau von damals 21 Jahren das Gehalt als Kriterium für die Berufswahl nicht im Vordergrund gestanden. Wichtig war mir u. a. vor allem, dass die Tätigkeit, die ich viele Stunden am Tag über Jahre ausüben würde, mir gefällt, mich ausfüllt, sie abwechslungsreich ist und ich sie als sinnvoll empfinde. All das erfüllt der Beruf der Logopädin für mich nach vielen Berufsjahren immer noch in hohem Maße. Und trotzdem: Dass es für Menschen, die eine so komplexe Tätigkeit im Gesundheitswesen ausüben, eine Herausforderung ist, ihre Familie mit ihrem Gehalt angemessen zu versorgen, ist ein großer Missstand. Ein Kollegin hat daher eine Petition beim Deutschen Bundestag eingereicht. Und der Aufruf des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie (dbl) anlässlich des Equal Pay Days in der letzten Woche beschreibt es sehr zutreffend: Logopädinnen spielen nach dem Absolvieren einer anspruchsvollen Ausbildung eine sehr wichtige Rolle für die Gesellschaft. Sie ermöglichen die (Wieder-)Herstellung kommunikativer Fähigkeiten bei Menschen aller Altersstufen.

Unter http://www.dbl-ev.de/service/meldungen/einzelansicht/article/unterschriftensammlung-fuer-eine-faire-verguetung-logopaedischer-leistungen-machen-sie-mit.html finden Sie die Informationen des Berufsverbandes. Die Unterschriften können auch Nicht-Mitglieder des Berufsverbandes unterzeichnen. Auch in der Kieler Schule für Logopädie liegt eine Unterschriftenliste aus. Seien Sie mit dabei!

Veröffentlicht von Beatrice Rathey-Pötzke

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