Eine Welt der Vielfalt – Interkulturelle Handlungskompetenz in der Logopädie

Beim Rudern würde man wohl von einer Erhöhung der Schlagzahl sprechen…Wir haben die Veröffentlichungsfrequenz neuer Artikel auf dieser Seite gerade etwas hochgefahren, da die vorlesungsfreie Zeit begonnen hat, so dass für solche Aktivitäten ein wenig mehr Zeit zur Verfügung steht, v.a.  aber weil sich augenblicklich die Themen, über die es zu berichten lohnt, häufen. Ob sich auch dieser Artikel lohnt, merken Sie erst, wenn Sie weiterlesen…

Wie in jedem Jahr, so war auch in diesem Jahr am 6. März der Tag der Logopädie, dessen Motto diesmal „Mehrsprachigkeit“ lautete. Denn die Tatsache, dass sich Deutschland zunehmend mehr zum Einwanderungsland entwickelt, stellt auch LogopädInnen vor neue Herausforderungen. Zum Beispiel verfügen die Kinder, die in die logopädische Praxis kommen, oft über mehrere Sprachen oder die Deutschkenntnisse sind nur unzureichend. Bei Schlaganfallpatienten mit Aphasie kann es sein, dass die Muttersprache besser erhalten ist. Egal in welchem Bereich der Logopädie erfordert diese Situation nicht nur ein verändertes fachliches Herangehen, sondern v.a. eine modifizierte und variable therapeutische Grundhaltung, um die verschiedenen kulturellen Hntergründe angemessen berücksichtigen zu können. Denn nur wenn das gelingt wird sich auch ein Therapieerfolg erreichen lassen, wie alle KollegInnen, die in ihrem Alltag mit Menschen anderer Kulturen arbeiten, bestätigen können.

Aber was braucht man dazu, um sein Handlungsrepertoire entsprechend zu erweitern?

Dieser Frage nähert sich der Workshop „Interkulturelle Handlungskompetenz für LogopädInnen“ an, den die Schule für Logopädie in Kiel anbietet.

Am Freitag, 11. April 2014 geht es von 12 bis 19 Uhr darum, die eigene kulturelle Brille kritisch zu hinterfragen und eine größere Akzeptanz für andere Sichtweisen zu entwickeln, um so einen professionelleren Umgang mit  Menschen/Patienten unterschiedlicher Herkunft zu ermöglichen.

Bei Interesse können Sie unter 0431-557730 oder logopaedie@ibaf.de klären, ob noch Restplätze zur Verfügung stehen.

Veröffentlicht von Norbert Frantzen

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