Vor dem Kieler Schloss steht „die Lauschende“, eine Bronzefigur von Gustav Seitz aus dem Jahr 1967. Was könnte vor dem Gebäude der Schule für Logopädie passender sein als eine Figur, die das Besondere des Hörens anschaulich macht! Nicht umsonst stand der europäische Tag der Logopädie im März diesen Jahres unter dem Motto „Hören verbindet“. Und das nicht nur, weil Logopädinnen Menschen mit Hörstörungen helfen und das Hören und Verstehen in allen Therapien eine zentrale Bedeutung zukommt, sondern auch, weil es als Therapeutin unerlässlich ist, für die Sorgen, Ängste, Wünsche etc. der Betroffenen und ihren Angehörigen in Beratungsgesprächen ein offenes und waches Ohr zu haben. „Und wer (…) meint, zuhören sei nichts Besonderes, der mag einmal versuchen, ob er es auch so gut kann.“ (Michael Ende in Momo)

noch ein DVD Tipp zum Thema: Von einer ganz anderen Art des Hörens handelt der Film „touch the sound“, der die gehörlose (!) Percussionistin Evelyn Glennie bei ihren künstlerischen Klangexperimenten begleitet und sich dabei für den Betrachter ganz neue Klangräume eröffnen.

Veröffentlicht von Norbert Frantzen

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