Alles neu macht der Mai – Teil 1: Ein neuer Mast für die Kogge

Vor der Logopädieschule im Kieler Schloss liegt ein altes Handelssegelschiff mit einem bauchigen Rumpf in der Förde. Es handelt sich bei diesem Schiffstyp um den Nachbau einer Kogge aus dem 14 Jahrhundert. Nicht nur zur Kieler Woche werden mit dem Traditionssegler Törns durchgeführt. Sieht man die ungewöhnliche Silhouette fühlt man immer in eine andere Zeit versetzt. Nach über 20 Jahren hatten sich nun Risse im alten Lärchenmast gezeigt: ein neuer musste her. Deswegen wurde in Ostwestfalen eine 120 Jahre alte und 50 m hohe Douglasie gefällt. Für den Transport in den Norden war es nötig, den Elbtunnel zu sperren.  In Maasholm an der Schlei wurde der eigentliche Mast (28 m lang) gefertigt, der anschließend auf dem Seeweg nach Kiel geschleppt wurde. In den letzten Wochen lag der neue Mast nun aufgebockt am Ufer und wurde mehrmals lackiert, bevor er jetzt aufgerichtet und eingestzt werden konnte. Nun können wieder Ausflüge mit der Kogge gebucht werden und man kann nur hoffen, dass von dieser Möglichkeit auch viel Gebrauch gemacht wird, um die Kosten für die ganze Aktion (ca. 20.000 Euro) ausgleichen zu können.

Veröffentlicht von Norbert Frantzen

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. smith Beantworten

    schiffsmeldungen(annie proulx)
    auf der kieler woche fuhr auch lange zeit ein traditionssegler-die FORTUNA .sie bot mit ihren gaffelsegeln ,der eigenwilligen bemalung und den schwertern am rumpf einen wunderschönen anblick.mit neuem motor und neuem großsegel macht sie jetzt (integrative)touren in der ostsee bei denen die erfahrung an einem strang zu ziehen nur eines von vielen prägenden erlebnissen ist.viel freude bei den betrachtungen des kieler woche fördeverkehrs!

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