Advent, Advent…und alles rennt
„4,2 Milliarden Franken [1,2 Prozent des Bruttoinlandproduktes der Schweiz]: So viel kostet Stress in
der Arbeitswelt jährlich. Die Tendenz ist zunehmend.
INTERVIEW / seco
Das Family and Work Institut in New York hat vor 13 Jahren 1000 Kinder gefragt, welche Änderung sie sich am Leben ihrer Eltern wünschten. Am meisten wünschten sich die Kinder nicht mehr Zeit mit den Eltern (10%), sondern dass Eltern in der Freizeit weniger gestresst und müde sind (34%).

Der Generation Y (Geburts-Jahrgänge zwischen 1980 und 1998) wird nachgesagt, dass sie u.a. sehr flexibel seien, sehr vernetzt und dass sie Arbeit und Leistung nicht an die erste Stelle ihrer Prioritäten stellten. Sie seien leistungsbereit, aber nur unter Berücksichtigung einer angemessenen work-life-balance. Vielleicht ist das ja genau die richtige Generation, um die Gesellschaft zukünftig vor Raubbau und zu wenig hinterfragtem Profitstreben um jeden Preis zu bewahren?
Nach dieser kleinen zum Aufmerken gedachten Einlassung wünsche ich allen Leserinnen und Lesern achtsames Umgehen mit sich selbst, besonders in der ‚besinnlichen‘ Vorweihnachtszeit, die manchmal so gar nicht besinnlich ist.
Vielleicht helfen die Fragen:
Muss das wirklich (heute) noch sein?
Wofür tue ich das eigentlich wirklich?
Und:
Wie kann es gelingen, dass ich heute Abend nicht völlig erschöpft nach Hause komme und mir sagen kann: Es war nicht nur ein voller, sondern auch ein guter Tag?
In diesem Sinne wünsche ich allen Leserinnen und Lesern noch eine schöne Adventszeit.
Veröffentlicht von Beatrice Rathey-Pötzke

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