Die dunkle Jahreszeit

Mir liegt sie ja nicht so, die sogenannte dunkle Jahreszeit; aber was soll’s? Dann machen wir es uns eben anders schön. Nicht mehr das Gesicht in die Sonne halten, wenn wir am Strand liegen, im Café sitzen oder uns zur Pause kurz auf dem Schlosshof aufhalten. Nicht mehr draußen lesen und das Abendessen auf der Terrasse einnehmen. Jetzt brauchen wir die Decke und die Wärmflasche in Reichweite, wenn wir nach getaner Arbeit nach Haue kommen. Die Getränkewahl passt sich den Temperaturen ebenfalls an: Es ist wieder Teezeit, heiße Schokolade gewinnt an Attraktivität (ich persönlich empfehle die unwiderstehliche Chili-Schokolade des Cafés Schokodeern in der Holtenauer Straße, Kiel) und die warmen Stiefel stehen auch wieder ganz vorn im Regal. Eins ist auch noch schön:  Wenn ich im Wintersemester morgens in die Schule komme, bekomme ich oft den Sonnenaufgang mit und das kann so aussehen wie auf dem Beitragsfoto. Auch sehr animierend. Heute aber, heute straft der blaue Himmel über der Förde mich Lügen (um mal eine etwas heutzutage eher vernachlässigte, aber z. B. von Martin Luther häufig benutzte Redewendung ins Spiel zu bringen – schließlich feiern wir das 500. Jubiläum von Luthers 95 Thesen in diesem Jahr) und ich genieße ein von Sonnenschein durchflutetes Büro. Mir gefällt das sehr, aber wie auch immer er sich darstellt, machen wir das Beste aus den Tagen des November 2017 …und gehen Sie (heute) raus; unser Körper braucht das Vitamin D!

Veröffentlicht von Beatrice Rathey-Pötzke

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